Die Wehrtechnische Beschaffungsstelle
Die Wehrtechnische Beschaffungsstelle ist eine Dienststelle der Wehrverwaltung und dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) nachgeordnet. Sie führt Vergabeverfahren für zivile Lieferleistungen durch, die zur Ausrüstung, Nutzung und Erhaltung von Wehrmaterial erforderlich sind. Die Streitkräfte haben einen von der Verfassung vorgegebenen Auftrag zur Landes- und Bündnisverteidigung; die Stelle sichert die zuliefernde Wirtschaft als Teil der wehrtechnischen Basis.
Für den Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) ist die nationale Kontaktstelle beim BAAINBw eingerichtet; Belange der Zivilbeschaffung werden über die Stelle abgewickelt.
Aufgaben und Zuständigkeiten
- Vorbereitung und Durchführung beschränkter Verfahren nach UVgO
- Führung des Verzeichnisses geprüfter Zulieferer (Vorqualifikation)
- Bereitstellung eingestufter Zeichnungsunterlagen im geschützten Bereich
- Beantwortung von Bieterfragen innerhalb der Verfahrensfristen
- Prüfung der Angebote auf Eignung, Zuverlässigkeit und Leistungsfähigkeit
- Nachweisführung nach den Verschlusssachen-Vorschriften (VS-Registratur)
Gliederung
| Referat | Zuständigkeit |
|---|---|
| V1 | Bedarfsermittlung, Leistungsverzeichnisse |
| V3 | Vergabeverfahren, Aufforderungen, Unterlagenbereitstellung |
| S2 | Geheimschutz, VS-Registratur, Sicherheitsüberprüfungen der Zulieferer |
| J1 | Rechtsangelegenheiten, Nachprüfungsverfahren |
Zahlen des Geschäftsjahres 2025
| Kennzahl | Wert |
|---|---|
| Abgeschlossene Verfahren | 87 |
| Gesamtvolumen | rund 31,5 Mio. EUR |
| Geführte Zulieferer (Verzeichnis) | 412 |
| Verfahren mit VS-Einstufung | 23 % |